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Dienstag, 5. Dezember 2017

Krampusnacht

Die Nacht vom fünften zum sechsten Dezember ist Krampusnacht, wenn der Krampus, halb Ziege, halb Mensch, die Häuser von unartigen Kindern besucht. Mit seinen Ketten, der gebundenen Rute und seinen Korb erschreckt er die Kinder, nur der gute Nikolaus kann ihn im Zaum halten.

Die dunklen, langen Nächte im Winter waren in den Alpen schon immer eine unheimliche Zeit. Besonders die Zeit zwischen den 25. Dezember zum 6. Jänner, die sogenannten Raunächte. In diesen Nächten waren die Perchten unterwegs, angeführt von der Frau Percht. Frau Percht war eine Figur aus vorchristlicher Zeit die Licht und Dunkel, Gut und Böse, in sich vereint. Sie führt die Perchten an, einen Zug von unheimlichen Tiergeistern.



Viele dieser Tiergeister haben Hörner und Hufe, unter anderem die Habergoaß. Krampus und Teufel haben oft die großen Hörner eines Steinbocks. Eine Gams sieht man eher selten, obwohl - so die Sage - die Gams, mit ihren hakenförmigen Krucken und schwarzen Fell, eigens vom Teufel geschaffen worden sein soll, um die jungen Jäger ins Gebirge und so in ihr Verderben zu locken. Sogar der große Naturforscher Saussure schreibt in seinem Buch Voyages dans les Alpes (1786-1796) noch, das Gemsjäger, “in den Wildnissen mit dem Teufel Umgang, der sie dann endlich in den Abgründen stürze” hätten. 

Aber all diese Tiergeister müssen bei Tagesanbruch wieder verschwinden und überhaupt, wer das ganze Jahr lang artig geblieben ist, der hat nichts zu befürchten.

Versprochen, eure Tuifele-Gams

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