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Sonntag, 21. Mai 2017

Pflanzen der Alpen - Tolle Moose

Wir Gämsen mögen ja eigentlich keine Moose. Zumindest nicht zum Fressen gern, außer im Winter, wenn es sonst kein frisches Grün gibt. Moose sind unscheinbare, kleine Pflanzen, aber eigentlich viel zu schade um nur darauf herumzutrampeln.


Sie haben keine Wurzeln, keine Blüten, brauchen viel Wasser, wachsen sehr langsam und pflanzen sich nur mit Sporen fort. Aber sie sind dennoch sehr erfolgreich. Weltweit gibt es rund 20.000 Moosarten, die in drei große Gruppen eingeteilt werden. Mit etwa 12.000 Arten sind Laubmoose die zweitgrößte Gruppe der grünen Landpflanzen nach den Blütenpflanzen. Lebermoose bringen es auf 7.200 Arten. Von den Hornmoose gibt es weltweit etwa 7.200 Arten, aber nur wenige kann man auch in den Alpen finden. Moose vertragen gut Kälte und können auch lange Zeit ohne Wasser auskommen. Wenn es dann regnet, saugen sie schnell das Wasser über ihre Oberfläche auf. Moose kommen ohne Erde aus und wachsen auch in Felsspalten. In den Alpen kann man sie bis auf eine Höhe von 4.100 Meter finden. Im Himalaya kommen sie sogar noch auf 6.000 Meter vor. Einzig Luftverschmutzung vertragen sie nicht besonders gut. Viele Moosarten sind daher ein Hinweis auf gute Luftqualität, wie wir sie im Wald finden können.


Euer,

Karl.

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