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Dienstag, 23. Mai 2017

Carl von Linné und der schöne Name der Gams

Der wissenschaftliche Name der Gämse lautet Rupicapra rupicapra. Dieser, wie ich finde sehr schöne Name, wurde ihr vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné im Jahre 1758 gegeben. Übrigens würde von Linné heute seinen 310ten Geburtstag  feiern.

Alte Abbildungen der Gams, aus der Damographia: oder Gemsen Beschreibung, um 1730.

Linné studierte Pflanzen, Tiere und Mineralien und wollte sie auch so einteilen, das jeder Forscher sie erkennen würde. Der heutige Name der Gams stammt sehr wahrscheinlich aus dem griechischen kemas ab, eine Bezeichnung für Wildziegen, wobei es nicht ganz klar ist, ob damit damals schon die eigentlichen Gämsen gemeint waren.  Die griechische Bezeichnung hat noch ältere Wurzeln, nämlich aus dem indischen Sanskrit camp oder kamp, das man mit springen übersetzen könnte. Wenn man eine Gams sich im gebirgigen Gelände fortbewegen und selbst steile Hänge erklimmen sieht, versteht man auch warum. In den Alpen hat die Gams aber auch andere Namen, je nach Land. Auf französisch heißt es chamois, auf spanisch isard oder auch camussa, auf italienisch camoscio, auf ladinisch ciamurc und auf furlanisch ciamòz. Linné erkannte das diese vielen Namen nur Verwirrung stiften würden. Er schlug daher vor, dass man jeder Pflanzen- und Tierart einen lateinischen Namen gibt. Rupicapra  Latein war damals eine Sprache die alle Gelehrten, unabhängig vom Land, kannten.

Ich denke ich werde mich mal auf die Spuren von Linné begeben, er liebte es nämlich zu Wandern und dabei Pflanzen zu sammeln.


Euer,

Karl. 

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